{"id":1338,"date":"2024-01-08T07:58:41","date_gmt":"2024-01-08T06:58:41","guid":{"rendered":"https:\/\/walthan.ch\/?p=1338"},"modified":"2024-02-04T16:14:37","modified_gmt":"2024-02-04T15:14:37","slug":"kreislaufwirtschaft-veraendert-das-beschaffungsmanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/walthan.ch\/fr\/kreislaufwirtschaft-veraendert-das-beschaffungsmanagement\/","title":{"rendered":"Das Ende der Wegwerf-Mentalit\u00e4t: Kreislaufwirtschaft ver\u00e4ndert das Beschaffungsmanagement"},"content":{"rendered":"<p>Haben Sie schon einmal dar\u00fcber nachgedacht, ein aufgearbeitetes (refurbished) Smartphone zu kaufen? Bringen Sie gut erhaltene Kleidung, die Sie nicht mehr tragen, zum Second-Hand-Laden oder verschenken Sie sie? Entsorgen Sie die Gaskartusche f\u00fcr Ihren Wassersprudler oder tauschen Sie sie gegen eine neue? Mit diesen Fragen sind wir mitten im Thema Kreislaufwirtschaft. Im Gegensatz zur linearen Wirtschaft wie wir sie bisher kennen, werden in der Kreislaufwirtschaft Ressourcen genutzt, aber nicht verbraucht. Neue Gesch\u00e4ftsstrategien sorgen daf\u00fcr, dass Produkte, Komponenten und Materialien w\u00e4hrend und nach ihrer Nutzung im System bleiben, das heisst so lange wie m\u00f6glich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Gleichzeitig werden gef\u00e4hrliche und umweltsch\u00e4dliche Abf\u00e4lle auf ein absolutes Minimum reduziert. Der gesamte Kreislauf umfasst die Entwicklung, Herstellung, Reparatur, Aufarbeitung, Wiederverwendung, Wiederaufbereitung und Recycling von produzierten G\u00fctern.<\/p>\n<p>Der \u00dcbergang zu einer Kreislaufwirtschaft ist allerdings kein Wunschkonzert, sondern wird seitens Politik unterst\u00fctzt und gefordert. Auch Konsument:innen achten verst\u00e4rkt darauf, wie \u00absauber\u00bb gekaufte Produkte hergestellt werden. Das Marktforschungsunternehmen Gartner wagt die Prognose, dass Lieferketten bis 2029 keinen Abfall mehr produzieren d\u00fcrfen, da Kund:innen und viele Regierungen das nicht mehr akzeptieren werden. Wer wettbewerbsf\u00e4hig bleiben m\u00f6chte, muss sein Gesch\u00e4ftsmodell auf \u00abzirkul\u00e4r\u00bb umstellen und dies transparent kommunizieren.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser notwendigen Umstellung befindet sich das Beschaffungsmanagement in einem bedeutenden Wandel und kann einen wesentlichen Beitrag leisten, indem es die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen nachhaltig gestaltet.<\/p>\n<p>Zu Beginn steht die Entwicklung von Produkten. Die Wahl der Rohstoffe entscheidet bereits dar\u00fcber, ob am Ende des Lebenszyklus eine Aufarbeitung, Wiederverwendung, Recycling etc. m\u00f6glich ist. Deshalb setzen vorausschauende Unternehmen innovative Designstrategien ein, um den Einsatz sch\u00e4dlicher Materialien oder Rohstoffe und nicht erneuerbarer Ressourcen zu minimieren. Die Umsetzung dieser ganzheitlichen Designphilosophie erfordert die Zusammenarbeit von Fachkr\u00e4ften in den Bereichen Design, Entwicklung und Beschaffungsmanagement.<\/p>\n<p>In dieser Phase kann bereits der Einsatz von m\u00f6glichst wenig Verpackungsmaterial ber\u00fccksichtigt werden, um Abfall zu vermeiden. Die Wiederverwendbarkeit von Transportverpackungen r\u00fcckt zunehmend in den Fokus von Einkaufsprofis. Innovative Start-ups entwickeln nachhaltige L\u00f6sungen und bringen neue Ideen auf den Markt.<\/p>\n<p>Ohne die Einbeziehung aller Partner in der Lieferkette, von der Produktion bis zum Ende der Lebensdauer des Produkts, kann der Systemwandel nicht gelingen. F\u00fcr Partnerschaften in der Kreislaufwirtschaft k\u00f6nnen klare Kriterien definiert werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit passenden Lieferanten ist es beispielsweise einfacher, recycelbare Materialien (sogenannte Rezyklate) zu beschaffen oder zu entwickeln. Mit Hilfe spezialisierter Recycler k\u00f6nnen festgesetzte Ziel schneller erreicht werden. Diese Massnahmen sind vor allem in Hinsicht auf die Erreichung von Scope-3-Zielen relevant, die Emissionen umfassen, f\u00fcr die ein Unternehmen nur indirekt in seiner Wertsch\u00f6pfungskette verantwortlich ist. Durch die Zusammenarbeit in einem kollaborativen Netzwerk k\u00f6nnen nicht ausgelastete Ressourcen genutzt und Produktionskosten gesenkt werden.<\/p>\n<p>Auch wenn es sich erst einmal nicht so anh\u00f6rt: Die zirkul\u00e4re Herstellung von Produkten und Komponenten hilft, langfristig Kosten zu senken. Dank Reparatur, Weiterverwertung, Recycling etc. und die l\u00e4ngere Nutzung sinken die Kosten f\u00fcr Materialien und Rohstoffe. Zudem sinken Kosten f\u00fcr Komponenten und Rohstoffe, die stark nachgefragt werden und grossen Preisschwankungen unterliegen, wie beispielweise Halbleiter und Lithium, die in der Automobilindustrie eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Diese Effekte machen sich leider nicht von heute auf morgen bemerkbar. Der Wandel hin zu kreislauforientierten Gesch\u00e4ftsmodellen erfordert Investitionen und mutige Gesch\u00e4ftsentscheidungen. Gerne unterst\u00fctzen wir Sie. <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/walthan.ch\/kontakt\/\">Kontakt<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haben Sie schon einmal dar\u00fcber nachgedacht, ein aufgearbeitetes (refurbished) Smartphone zu kaufen? Bringen Sie gut erhaltene Kleidung, die Sie nicht mehr tragen, zum Second-Hand-Laden oder verschenken Sie sie? Entsorgen Sie die Gaskartusche f\u00fcr Ihren Wassersprudler oder tauschen Sie sie gegen eine neue? 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