{"id":1083,"date":"2022-01-07T17:09:05","date_gmt":"2022-01-07T16:09:05","guid":{"rendered":"https:\/\/walthan.ch\/?p=1083"},"modified":"2024-02-04T16:14:46","modified_gmt":"2024-02-04T15:14:46","slug":"einsparung-der-materialkosten-beginnt-mit-den-richtigen-mengen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/walthan.ch\/it\/einsparung-der-materialkosten-beginnt-mit-den-richtigen-mengen\/","title":{"rendered":"Einsparung der Materialkosten beginnt mit den richtigen Mengen"},"content":{"rendered":"<p>Die durch die Pandemie bedingten Lieferengp\u00e4sse werden Einkaufsabteilungen noch eine ganze Weile in Atem halten: Unregelm\u00e4ssigkeiten im globalen Frachtverkehr, Produktionsprobleme bei verschiedenen G\u00fctern, Verteuerung der Rohstoffe und der Energie und durch all das steigende Preise. Produzierende Unternehmen dr\u00fccken auf die Kostenbremse, um Auftrags- und Umsatzeinbussen wieder wettzumachen. Wenn ein Unternehmen einen grossen Prozentsatz seines Betriebskapitals f\u00fcr Materialien ausgibt, kann ein effizienter und intelligenter Einkauf zu erheblichen Einsparungen f\u00fchren. An vorderster Front in diesem Prozess stehen Eink\u00e4ufer:innen. Sie sehen sich oft mit der Annahme konfrontiert, die Materialkosten h\u00e4ngen ausschliesslich von den Einkaufspreisen ab. Doch das ist zu kurz gedacht. Deshalb besch\u00e4ftige ich mich in diesem Blogbeitrag mit dem Aspekt der Mengenkalkulation.<\/p>\n<p>Bei der Analyse der ben\u00f6tigten Mengen ist es wichtig zu bestimmen, zu welcher Beschaffungskategorie das Produkt geh\u00f6rt. Die direkte Beschaffung h\u00e4ngt unmittelbar mit der Produktion zusammen und kann den Produktionsprozess eines Unternehmens direkt beeinflussen. Sie umfasst alle Komponenten eines Endprodukts, beispielsweise das Rohmaterial. Die zweite Kategorie ist die indirekte Beschaffung. Sie ist eher dienstleistungsorientiert und spielt hier erst einmal keine Rolle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kalkulieren Sie ben\u00f6tigte Mengen so realistisch wie m\u00f6glich <\/strong><\/p>\n<p>Wenn die Einkaufsabteilung zu wenig bestellt, k\u00f6nnen Engp\u00e4sse entstehen. Das Unternehmen ist nicht mehr in der Lage, effektive Dienstleistungen zu erbringen, was Mitarbeitende frustriert und das Vertrauen der Kunden in die Produkte oder erbrachten Dienstleistungen ins Wanken bringt. Wird jedoch zu viel bestellt, werden Lagerkapazit\u00e4ten unn\u00f6tig belastet und Artikel mit Verfallsdatum werden schlimmstenfalls unbrauchbar. Zudem werden Geldmittel gebunden. Reine Verschwendung!<\/p>\n<p>Im Idealfall haben Unternehmen einen Prognoseprozess implementiert, in dem ben\u00f6tigte Mengen regelm\u00e4ssig analysiert werden. Leichter gesagt als getan! In den seltensten F\u00e4llen sind die n\u00f6tigen Informationen per Knopfdruck erh\u00e4ltlich. F\u00fcr verschiedene Branchen (zum Beispiel im Maschinenbau) gibt es massgeschneiderte L\u00f6sungen, die speziell auf ihren Markt und ihre Bed\u00fcrfnisse zugeschnitten sind. Aber eben nicht f\u00fcr alle. In diesem Fall empfehle ich folgende Schritte, um ben\u00f6tigte Mengen zu ermitteln:<\/p>\n<ul>\n<li>Detaillierte Dokumentation und Bestandsaufnahme der im vergangenen Jahr verbrauchten Mengen und deren Verwendung. Daraus Hochrechnung der in Zukunft ben\u00f6tigten Mengen.<\/li>\n<li>Auf dieser Grundlage eine fundierte Hochrechnung durch Addition der prozentualen Anteile des Unternehmenswachstums.<\/li>\n<li>Detaillierte Dokumentation der verf\u00fcgbaren Mengen eines \u00e4hnlichen Teils\/Produkts.<\/li>\n<li>Wenn keinerlei Informationen vorliegen: die fundierteste Sch\u00e4tzung, die anhand des Know-hows der Einkaufsabteilung m\u00f6glich ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Faktoren, die die Entscheidung beeinflussen, sind u.a. die Anzahl der Kunden, die die Produkte normalerweise ben\u00f6tigen, die Jahreszeit und deren Auswirkungen auf die Nachfrage gew\u00fcnschter Komponenten, Ihr Bestellzyklus und die maximale Lagerkapazit\u00e4t Ihres Unternehmens. Bei einigen Komponenten kann es notwendig sein, etwas mehr oder weniger als die ben\u00f6tigte Menge zu bestellen, um auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet zu sein, beispielsweise die pl\u00f6tzliche Verknappung des Lagerbestands, nat\u00fcrliche oder k\u00fcnstliche Verknappung oder ein pl\u00f6tzlicher Bedarf an einem Bauteil. Ausserdem sollten Sie bei der Analyse unbedingt ber\u00fccksichtigen, ob das Material oder Produkt auf dem wettbewerbsf\u00e4higen Markt leicht erh\u00e4ltlich ist oder ob es auf einem Markt gehandelt wird, der anf\u00e4llig ist f\u00fcr Engp\u00e4sse und Instabilit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Vorteile einer genauen Quantifizierung<\/strong><\/p>\n<p>Eine m\u00f6glichst genaue Quantifizierung stellt sicher, dass gen\u00fcgend Best\u00e4nde vorhanden sind, um die Nachfrage der Kunden zu befriedigen. Ausserdem verhindern Sie eine Unter- oder \u00dcberbevorratung. Sie hilft weiterhin bei der Budgetplanung und -kontrolle sowie bei der \u00dcberwachung des Zuflusses von Komponenten im Verh\u00e4ltnis zum Abfluss von Produkten. Eine gute Planung wird auch die Gesch\u00e4ftsbeziehung zu Ihren Lieferanten langfristig positiv beeinflussen, da Sie als zuverl\u00e4ssiger Partner gesch\u00e4tzt werden. Deshalb rate ich dringend davon ab, nach oben korrigierte Mengen anzufragen, um bessere Preise zu erzielen.<\/p>\n<p>Eine realistische Mengeneinsch\u00e4tzung ist eine kosteng\u00fcnstige M\u00f6glichkeit, einen Blick in die Vergangenheit des Unternehmens zu werfen und n\u00fctzliche Erkenntnisse f\u00fcr die Zukunft zu gewinnen, um Kosten zu senken und die Rentabilit\u00e4t zu steigern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Haben Sie Fragen zum Thema? Ich freue mich, wenn Sie <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" href=\"https:\/\/walthan.ch\/kontakt\/\">auf mich zukommen<\/a><\/span>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die durch die Pandemie bedingten Lieferengp\u00e4sse werden Einkaufsabteilungen noch eine ganze Weile in Atem halten: Unregelm\u00e4ssigkeiten im globalen Frachtverkehr, Produktionsprobleme bei verschiedenen G\u00fctern, Verteuerung der Rohstoffe und der Energie und durch all das steigende Preise. Produzierende Unternehmen dr\u00fccken auf die Kostenbremse, um Auftrags- und Umsatzeinbussen wieder wettzumachen. 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