{"id":1122,"date":"2022-06-09T07:37:34","date_gmt":"2022-06-09T05:37:34","guid":{"rendered":"https:\/\/walthan.ch\/?p=1122"},"modified":"2024-02-04T16:14:45","modified_gmt":"2024-02-04T15:14:45","slug":"effektive-effiziente-und-damit-kostensparende-produktentwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/walthan.ch\/it\/effektive-effiziente-und-damit-kostensparende-produktentwicklung\/","title":{"rendered":"Effektive, effiziente und damit kostensparende Produktentwicklung"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\">Der rasche technologische Wandel, das Entstehen globaler Industrie- und Verbraucherm\u00e4rkte, die zunehmende Marktfragmentierung und Produktdifferenzierung, die wachsenden M\u00f6glichkeiten der Produktentwicklung und -herstellung und die derzeit andauernden Lieferkettenprobleme haben viele Unternehmen dazu gezwungen, neue Produkte zu entwickeln \u2013 und zwar effektiv und effizient. Dieses Vorgehen kann ein klarer Wettbewerbsvorteil f\u00fcr Unternehmen sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einkaufsexpert:innen sind wichtiger Teil des Produktentwicklungsteams. Ausserdem sollten m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig weitere Fachleute und Zulieferer in den Produktentwicklungszyklus einbezogen werden. Zukunftsorientierte Unternehmen entwickeln neue Produkte in einem Team, das sich aus verschiedenen Funktionsbereichen zusammensetzt. Dazu z\u00e4hlen Beschaffungsmanagement, Produktplanung, Konstruktion, Qualit\u00e4tsmanagement, Finanzen, Marketing, Vertrieb und gegebenenfalls sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlte Lieferanten und Kunden. Die Erfahrung zeigt, dass dadurch die Markteinf\u00fchrungszeit verringert, die Qualit\u00e4t verbessert und die Gesamtkosten gesenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrend des Entwicklungsprozesses wird die Idee \u00fcber einen Prototyp in ein marktf\u00e4higes Produkt verwandelt. Die urspr\u00fcngliche Idee wird verfeinert und kontinuierlich auf ihre technische und kommerzielle Durchf\u00fchrbarkeit gepr\u00fcft: Wie geeignet ist das Produkt? Sind alle technischen Erw\u00e4gungen wie Festigkeit, Gr\u00f6sse, Stromverbrauch, Leistungsf\u00e4higkeit und Wartungsfreundlichkeit einbezogen worden? Wie gross ist der Nutzen? Wer sind Zielgruppen und wo sind die M\u00e4rkte? Aspekte wie Preis, Kosten, Leistung, Qualit\u00e4t, Marktverf\u00fcgbarkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit fliessen in allen Phasen in die Entwicklung ein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In der Regel werden keine v\u00f6llig neuen Produkte entwickelt. Meist handelt es sich bei einem neuen Produktdesign um eine Anpassung eines bestehenden Produkts, da der technische Fortschritt neue M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet, damit Prozesse verbessert werden k\u00f6nnen oder eine Marktexpansion geplant ist. In der Entwurfsphase eines neuen Produkts werden die gew\u00fcnschten Qualit\u00e4ts- und Zuverl\u00e4ssigkeitsstandards festgelegt. In dieser Phase sollte optimalerweise bereits der gr\u00f6sste Teil der Kosten f\u00fcr die Herstellung so g\u00fcnstig wie m\u00f6glich\u00a0 kalkuliert sein. Denn sonst kann es passieren, dass \u00fcberm\u00e4ssige Kosten dauerhaft angelegt sind,\u00a0 was zu teuren Produkten f\u00fchrt, die ihr Gewinnpotenzial nicht aussch\u00f6pfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf die Entwurfsphase folgt die Konzeptphase. Hier kommt der Design-to-Cost-Ansatz zum Tragen: Denn Produkte systematisch kosteng\u00fcnstig zu entwickeln, bedeutet, alle Details genau zu betrachten und zu verstehen, welche Entscheidung in der Konzeptphase welche sp\u00e4teren Kosten in der Wertsch\u00f6pfungskette verursacht. An diesem Punkt des Prozesses werden alle Elemente des neuen Produkts skizziert. Beispielsweise kann eine Liste s\u00e4mtlicher Komponenten angefertigt und die Anforderungen an jede dieser Komponenten kurz und pr\u00e4zise formuliert werden. Das Konzeptpapier erl\u00e4utert das geplante Produkt in allgemein verst\u00e4ndlicher Form einschliesslich Nutzen, M\u00e4rkte und Zielgruppen. Hierbei spielt die Marketingabteilung eine massgebliche Rolle.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun folgt die Planungsanalyse. Dabei werden alle Phasen des Entwurfs einer Komponente in Bezug auf die Funktion, die sie erf\u00fcllt, methodisch untersucht. Ziel ist es, die Qualit\u00e4t und die Kosten zu ermitteln und festzustellen, ob jede Phase des Entwurfs eine unersetzliche Funktion erf\u00fcllt. Alle diese Schritte sind Vorstufen der Produktionsphase. In diesem Prozess werden auch der Fertigungsplan und die St\u00fcckliste fertiggestellt. Die entsprechenden Pl\u00e4ne werden formalisiert und umgesetzt. Bei der abschliessenden Pr\u00fcfung k\u00f6nnen Leistungen gegebenenfalls noch einmal angepasst und M\u00e4ngel beseitigt werden. Erst dann erfolgt die offizielle Freigabe zur Nutzung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gibt verschiedene M\u00f6glichkeiten zu pr\u00fcfen, ob sich Produkte herstellen lassen. Einer der einfachsten Wege ist, die Zeichnung oder das CAD-Modell an einen bestehenden und bekannten Lieferanten zu schicken und sich die Herstellbarkeit schriftlich best\u00e4tigen zu lassen. Da es sich vorerst um einen rein theoretischen Ansatz handelt, ist auch denkbar, einen Auftrag zu erteilen, bei dem der Lieferant nachweisen muss, dass der Ansatz korrekt ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bevor das neue Produkt in Fertigung geht, muss sich jedes Unternehmen die Frage stellen, ob es die neue Komponente selbst herstellen kann oder ob sowohl die Technologie als auch das Produkt an einen Zulieferer ausgelagert werden. Aufgrund der sich st\u00e4ndig weiterentwickelnden Marktgegebenheiten kann es durchaus sinnvoll sein, gemeinsam mit Lieferanten an der Entwicklung eines neuen Produkts zu arbeiten. Bevor dies geschieht, muss sichergestellt werden, dass die Ziele \u00fcbereinstimmen. Kann der Lieferant die Kosten-, Qualit\u00e4ts- und Produktleistungsanforderungen erf\u00fcllen? Ist er in der Lage, den Entwicklungs- und Produktionsbedarf zu decken? Sind die kurz- und langfristigen Gesch\u00e4ftsziele des Lieferanten mit denen des Unternehmens vereinbar? Sind die technologischen Pl\u00e4ne der beiden Unternehmen miteinander vereinbar? Erst nach Beantwortung dieser Fragen, kann ein Plan erstellt werden, der f\u00fcr beide Parteien repr\u00e4sentativ ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn Outsourcing eine Option ist, empfehle ich, mit einem lokalen, bekannten und vertrauensw\u00fcrdigen Lieferanten zusammenzuarbeiten. Die r\u00e4umliche N\u00e4he ist von Vorteil, um Besprechungen vor Ort durchzuf\u00fchren und Ideen f\u00fcr den Herstellungsprozess gemeinsam zu entwickeln. Ausserdem ist eine schnelle Reaktion im Falle eines technischen Problems oder einer technischen Frage m\u00f6glich. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, gemeinsam mit Lieferanten Projekte durchzuf\u00fchren, da sie bei einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit grosses Engagement und Fachwissen einbringen. Am Ende profitieren beide Parteien davon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der rasche technologische Wandel, das Entstehen globaler Industrie- und Verbraucherm\u00e4rkte, die zunehmende Marktfragmentierung und Produktdifferenzierung, die wachsenden M\u00f6glichkeiten der Produktentwicklung und -herstellung und die derzeit andauernden Lieferkettenprobleme haben viele Unternehmen dazu gezwungen, neue Produkte zu entwickeln \u2013 und zwar effektiv und effizient. 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